08.09.2010

Internationale Sportwoche der DSM gestartet

Die Stationen der Deutschen Seemannsmission(DSM) starteten am Sonntag 5.9. weltweit in die Turniere

der Internationalen Sportwoche 2010, die bis 12.9. andauert. Schirmherr für die diesjährigen Wettbewerbe ist Bernd Hoffmann, Vorstandsvorsitzender des Hamburger SV. Bei der Sportwoche sind Seeleute unabhängig von ihrer Nationalität und Religion eingeladen, sich in freundschaftlicher Atmosphäre in Einzel- und Mannschaftswettbewerben zu messen.


Bei einem der lokalen Eröffnungsspiele der Sportwoche trafen am Sonntag in Antwerpen Fußballmannschaften mit Seeleuten aus Montenegro und Iran aufeinander.


Auch in Hamburg-Waltershof wird seitdem gespielt und die Ergebnisse werden registriert und ausgewertet. Am 12.9. 20.30 Uhr werden dann die dortigen Sieger im "Duckdalben"- international seamen’s club der Deutschen Seemannsmission Hamburg-Harburg mit Auszeichnungen und Preisen geehrt. Die Pokale für die internationalen Turniere im Fußball und im Tischtennis sowie die Trophäe für Fairplay werden dort von Dr. Albrecht Gundermann (LISCR/Quarterdeck), dem Hauptorganisator des jährlichen Hamburger Fußballspiels "Bankers vs. Shipowners", an die Seeleute überreicht.




Das Spendenkonto, für Menschen die sportliche Angebote der DSM für Seeleute fördern möchten, lautet: Deutsche Seemannsmission e.V., Konto 33 0 30, BLZ 210 602 37, Verw.zweck: "Sportwoche", Evangelische Darlehnsgenossenschaft eG (EDG), Kiel.

Foto 1 (DSM Antwerpen): Fußballmannschaften mit Seeleuten aus Montenegro (in blau) und Iran (in gelb) beim Eröffnungsspiele der Sportwoche in Antwerpen, Antwerpen 05.09.2010
Foto 2 (Duckdalben): Tischtennisspiel, Foto 3 (Duckdalben): Pokale, Foto 4 (Duckdalben): Preise

03.09.2010

Piraten - Wegelagerer der Weltmeere: Dokumentarfilm

Dokumentation über Piraterie und Seelsorge der DSM Hongkong, 14.09.2010, 23.50-01.20 Uhr, NDR-RB-TV


Es kann in der indonesischen Straße von Malakka passieren oder vor der Küste Nigerias - sogar im vermeintlich sicheren Hafen von Antwerpen kann es die Schiffsbesatzung erwischen: Im hart umkämpften maritimen Markt ist es mit dem Freibeuter-Mythos nicht weit her. Für die Seeleute gibt es den verwegenen "roten Korsaren" höchstens als romantische Legende oder im Kino. Denn für die Besatzung eines Frachtschiffes bedeutet das ein Leben in Bedrohung bzw. Angst und für die betroffene Reederei ist eine Entführung eine Extremsituation.











Die Gefahr ist handfest, wenn auch nur schwer greifbar: Martina Platte von der Deutschen Seemannsmission (DSM) im Hafen von Hongkong betreut Kapitäne und Seeleute, die von Piraten überfallen wurden. Manche haben nur ein paar Dollar herausgeben müssen, andere sind knapp mit dem Leben davon gekommen. Der Film begleitet die Diakonin durch einen der größten Häfen der Welt, in dem die Schiffe sich für ihre Fahrt durch eine der ehemals gefährlichsten Wasserstraßen der Welt rüsten - die Straße von Malakka. Doch was früher die Gewässer Asiens waren, ist heute Afrika: Seit bald zwei Jahren richten sich alle Augen auf den Golf von Aden, genauer auf Somalia - in weiteren Interviews zur dortigen Bedrohung durch Piraten sind zu sehen:

- Seeleute die dort überfallen wurden und überlebt haben
- Krzysztof Kotiuk , der deutsch-polnische Kapitän der "Hansa Stavanger", vier Monate sind er und seine Besatzung in der Hand ihrer Entführer gewesen.
- Eberhard Lixfeld von der Reederei "Reider Shipping" aus dem niederländischen Winschoten. Einer seiner Frachter, die "Amiya Scan" wurde vor Somalia entführt.
- Thomas Kossendey, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung
- Soldaten der Fregatte "Augsburg", die der Gefahr von Piraten begegnen.
- Ein Pirat im Gefängnis

Sendetermin: Dienstag, 14. September 2010, 23.50-01.20 Uhr, NDR-RB-Fernsehen.

Ein Film von Julia Kammigan und André Schäfer. Redaktion Mechtild Lehning (Radio Bremen ARTE Grand Format), Text: RadioBremen/TV Presse.

Spenden zur Förderung der Arbeit mit Seeleuten erbittet die DSM auf das Spendenkonto: Deutsche Seemannsmission e.V., Bank für Sozialwirtschaft (BFS), Konto: 4409400, BLZ: 25120510, Verwendungszweck: "Piraten Bedrohung auf See".


Foto links (DSM, J.Kammigan): Interview mit Seemannsdiakonin Martina Platte, Internationaler Seemannsclub Hongkong 2007 / Foto rechts (Radio Bremen/Fabian Walker) Hafen Hongkong, einer der größten Häfen der Welt

31.08.2010

Internationale Sportwoche der Deutschen Seemannsmission startet am kommenden Wochenende

Seeleute starten Sonntag Internationale Sportwoche der Deutschen Seemannsmission. Schirmherr: Bernd Hoffmann, Vorstandsvorsitzender des Hamburger SV

Die Stationen der Deutschen Seemannsmission (DSM) starten am nächsten Sonntag 5.9. weltweit in die Turniere der Internationalen Sportwoche 2010, die bis 12.9. andauert. In einem schriftlichen Grußwort an teilnehmende Seeleute aus aller Welt stellte Bernd Hoffmann, Vorstandsvorsitzender des Hamburger SV und Schirmherr für das diesjährige Turnier fest: Durch immer kürzere Liege- und Landgangszeiten, durch die untrennbare Verbindung von Arbeit und Freizeit an Bord, seien Isolation, Einsamkeit und Arbeitsstress Merkmale des Arbeitsplatzes Schiff. "Umso wichtiger ist da die sportliche Betätigung zur Stärkung von Körper und Seele! Da es an Bord eines Schiffes wenig Platz und nur selten geeignete Einrichtungen für sportliche Betätigungen der Menschen auf See gibt, hat es mich besonders gefreut, dass die Deutsche Seemannsmission (DSM), auf ihren über 17 Stationen im Ausland und 16 Stationen im Inland, Sportfelder und -geräte für Seeleute anbietet", so Hoffmann.

Ob auf dem Kleinfeld oder einem großen Platz, Fußball, Basketball oder Volleyball kann überall gespielt werden. Auch Tischtennisplatten oder Fitnessgeräte stehen zur Verfügung. Bei der Sportwoche sind Seeleute unabhängig von ihrer Nationalität und Religion eingeladen, sich in freundschaftlicher Atmosphäre in Einzel- und Mannschaftswettbewerben zu messen. Europaweit werden z.B. in Antwerpen und Mäntyluoto sowie Bremerhaven und Hamburg Aktivitäten angeboten. Seeleute sind eingeladen und können an lokalen Aktivitäten und Turnieren teilnehmen. Die Ergebnisse werden registriert und ausgewertet. Am Ende der Sportwoche werden Sieger mit einer Auszeichnung und Preisen geehrt.

Ein fairer Wettstreit bietet den Seeleuten die Chance, durch dieses Gemeinschaftserlebnis Kontakte zu Schiffsbesatzungen oder zu lokalen Mannschaften in den Häfen zu knüpfen und damit der Vereinsamung entgegen zu wirken. Schirmherr Hoffmann betont: "Der faire Wettstreit als Alternative zum verbissenen Kampf! Da werden der Rang an Bord oder die Nationalität zur Nebensache und der Spaß an der Bewegung sowie die Anerkennung der sportlichen Leistung zur Hauptsache. Als Schirmherr wünsche ich der Internationalen Sportwoche der DSM viel Erfolg sowie Freude beim sportlichen Wettkampf."

So können sich Crews körperlich fit machen bzw. fit halten. "Das ist besonders an Bord wichtig, denn: A fit seafarer = a safer ship!" ergänzte Jörg Pfautsch, Seemannsdiakon in Antwerpen und Sportkoordinator der Deutschen Seemannsmission.

Das Spendenkonto, für Menschen die sportliche Angebote der DSM für Seeleute fördern möchten, lautet: Deutsche Seemannsmission e.V., Konto 33 0 30, BLZ 210 602 37, Verw.zweck: "Sportwoche", Evangelische Darlehnsgenossenschaft eG (EDG), Kiel.

Fotos: oben (HSV/W.Witters) Bernd Hoffmann, Vorstandsvorsitzender des Hamburger SV und Schirmherr der Internationalen Sportwoche der Deutschen Seemannsmission(DSM)
unten (DSM Antwerpen) Seeleute beim Baskettballspiel, Antwerpen Mai 2010

30.07.2010

DSM befürchtet Eskalation der Gewalt gegen Seeleute vor Somalia

Aktuelle Bedrohungslage - Stellungnahme zu Waffen an Bord - Fazit nach einem Jahr Aktionsprogramm.

Zur aktuellen Lage der Piraterie Seit dem die Zahl der Attacken auf Handelsschiffe und ihre Besatzungen durchPiraten in 2009 weltweit ihren bisherigen Höhepunkt erreichte, wurdeverstärkt mit Vereitelung und Bekämpfung dieses Verbrechens reagiert.Reedereien und Mannschaften meiden zum Teil die betroffenen Gebiete. Siesetzen zudem bei der Durchfahrt auf Prävention, unter Anwendung vonEmpfehlungen der International Maritime Organization (IMO) zum Verhalten ingefährdeten Gebieten und kooperieren mit Marinekräften von "MissionAtalanta", NATO und anderen Nationen vor Ort. So sind laut aktuellstemBericht des International Maritime Bureau (IMB) die Anzahl der versuchtenAngriffe im Jahresvergleich zurückgegangen, was im Golf von Aden auch aufdie Militärische Präsenz zurückzuführen sei. Doch auch die Piraten rüstenweiter auf. Zuletzt weiteten Piraten Somalischer Herkunft ihreOperationsgebiete deutlich aus und waren in der Lage, Gebiete in bis zu1.000 Seemeilen Entfernung von der Somalischen Küste zu erreichen. Außerhalbder Internationalen Schutzkorridore waren ihre Angriffe häufigererfolgreich. Weltweit seien somit in 2010 von Januar bis Juni 31Entführungen zu verzeichnen gewesen. Im gleichen Zeitraum des Vorjahreswaren es ebenfalls 31. Gefangennahmen hätte es in diesem Jahr sogar 597gegeben, verglichen mit 561 im Jahr 2009. Schiffe unter DeutschemManage-ment waren von Angriffen 28 Mal und damit 2010 am zweithäufigstenbetroffen.

Quelle: "Piracy Report" für das zweite Quartal 2010 des InternationalMaritime Bureau (IMB) - Piracy Reporting Centre mit Sitz in Kuala Lumpur,Malaysia.

Deutsche Seemannsmission befürchtet Eskalation der Gewalt vor Somalia Der Vorstand der Deutschen Seemannsmission (DSM) spricht sich ausdrücklichgegen eine Bewaffnung von Seeleuten an Bord von Handelsschiffen aus."Gleichzeitig halten wir die von der IMO empfohlene Maßnahme, in bestimmtenFällen über bewaffnete Militärs an Bord von Seehandelsschiffen nachzudenken,für keine geeignete Lösung zum Schutz von Seeleuten", gab der Vorstand inseiner letzten Sitzung zu Protokoll.

Der Vorstand der DSM befürchtet, dass Gewalt gegen Personen, insbesondereSeeleute, durch eine wie auch immer geartete Bewaffnung an Bord nureskalieren würde. In seiner diesbezüglichen Stellungnahme heißt es: "DieSicherheit der Seeleute muss an erster Stelle stehen. Die DSM begrüßt dahereine Verlängerung der Mission Atalanta, um deutliche Zeichen in der Regionvor Somalia zu setzen, die auch bereits zu spürbaren Ergebnissen geführthaben. Die DSM bittet die Bundesregierung, die EU und die UN, sich deutlichund anhaltend auf politischem Wege für positive Veränderungen derVerhältnisse in Somalia einzusetzen. Um dauerhaft den Seehandelsverkehrdurch den Golf von Aden zu gewährleisten, ist Unterstützung zum zivilenAufbau Somalias unerlässlich."

Die Generalsekretärin der DSM, Pastorin Heike Proske meinte dazu, in denöffentlichen Diskussionen werde zwar eine Vielzahl von Überlegungenangestellt, wie die Situation vor Somalia verbessert werden könne. Meistseien jedoch Schiffe und deren Ladungen im Blick. "Die DeutscheSeemannsmission macht besonders auf die Seeleute an Bord aufmerksam. VieleSeeleute sehen einer Fahrt durch den Golf von Aden mit Sorge entgegen,fürchten aber bei Verweigerung um ihren Arbeitsplatz. Manchmal haben siekeinen Mut mehr, ihrer Familie zu sagen, wo das Schiff fährt, um diese nichtunnötig zu beunruhigen. Das kann kein Zustand auf Dauer sein!", sagte sie.

An die Verantwortlichen für die Schiffe appellierte der DSM-Vorstand: "Wirbitten die Reeder, zur Gefahrenabwehr bereits im Vorfeld regelmäßigesTraining durchzuführen und zur Wachsamkeit Hilfestellung zu geben, z.B.durch Aufstockung der Besatzung für doppelten Ausguck." Der Vorstand der DSMsieht die Reeder in der Verantwortung im Rahmen ihrer Fürsorgepflicht,Seeleute und deren Angehörige vor und nach potentiell belastenden An- undÜbergriffen zu begleiten, beraten und unterstützen. Die leitende Pastorin,Heike Proske stellte abschließend fest: "Gezielte Vorbereitung, derSituation angepasste Besetzung während der Fahrt und geeigneteSicherheitsmaßnahmen an Bord, sowie Möglichkeiten der Verarbeitung eineseventuellen traumatischen Ereignisses, nicht nur bei deutschen Reedern, sinddas Minimum von Schutzmaßnahmen für Seeleute."

Vorstandsmitglieder der Deutschen Seemannsmission sind u.a.: Prof. Dr.Gerhard Mehrtens (Präsident), Dr. Margrit Wetzel (Vizepräsidentin), Dr.Dieter Radtke (Schatzmeister), Pastorin Heike Proske (Generalsekretärin)

Ein Jahr Aktionsprogramm

Seeleuten konnte konkret geholfen werden - unterstützen Sie weiter einzelneProjekte!

Nach einem Jahr des verstärkten Engagements gegen Piraterie und für dasWohlergehen von Seeleuten, die davon betroffen sind, zieht die DeutscheSeemannsmission (DSM) ein Fazit des Aktionsprogramms "Piraten: Bedrohung aufSee". Piraterie bleibt mindestens mittelfristig trotz massiven Polizei- undMilitäreinsatzes eine ernsthafte Bedrohung für die an Bord arbeitenden undlebenden Menschen und für die weltweite Schifffahrt. Im Aktionszeitraumeines Jahres konnte mit fünf Schwerpunktmaßnahmen und dank praktischer undfinanzieller Unterstützung vieler Förderer der Deutschen Seemannsmissionkonkret von Piraterie betroffenen Seeleuten geholfen werden:

Verstärkung der Seelsorge Die Mitarbeitenden der DSM haben sensibel diestarken seelischen Beeinträchtigungen der von Piraterie betroffenenCrewmitglieder im Blick gehabt. Es kam zu intensiven und notwendigenSeelsorgegesprächen mit diesen Menschen. Eine große Rolle spielte dabei derUmgang mit Gefühlen wie Angst und Ohnmacht, auch in Anbetracht derNotwendigkeit einer professionellen Arbeitshaltung und derPiraterie-Prävention.

Ausweitung der Schulung in Krisenintervention Im weltweiten Verbund derchristlichen Seemannsmissionen (ICMA) nahmen Mitarbeitende derSeemannsmission an Schulungen in Methoden der Krisenintervention teil.Aktuell wird in Deutschland ein Aufbaukurs vorbereitet.
Aufbau von lokalen Kompetenz-Netzwerken Durch das Aktionsprogramm und dieverstärkte Öffentlichkeit für Auswirkungen der Piraterie auf Seeleute sindverschiedene andere maritime Organisationen auf die Deutsche Seemannsmissionmit Kooperationsangeboten zugekommen. So bietet die Bundespolizei inKooperation mit der Bundesmarine Schulungen für Sicherheitsoffiziere inReedereien und auf Schiffen an, in denen ggf. auch über die Hilfsangeboteder DSM informiert wird.

Politische Forderungen Auf verschiedenen internationalen Politik-Ebenen, vonder Nationalen Maritimen Konferenzüber die zuständigen Bundesministerien biszu Diplomaten in Anrainerstaaten gefährdeter Küstengewässer, hat die DSM dieDurchsetzung des Rechts von Seeleuten auf Unversehrtheit an Leib und Seeleeingefordert.

Lagebericht Piraterie In mehreren Lageberichten, Informationsveranstaltungenund Hunderten Briefkontakten konnte über die Situation der Seeleute und überdie schlimmen Folgen für die von Piraterie betroffenen Menschen aufgeklärtwerden. Das Interesse am Schicksal der betroffenen Schiffsmannschaften warunter Spendern, Förderern und Lesern des Newsletters groß. GewählteRegierungen wurden kritisiert für Untätigkeit in der Prävention und Aktiongegen Piraterie.

Perspektiven Zukünftig setzt die Deutsche Seemannsmission für dasAktionsprogramm neue Prioritäten. Angesichts knapper Finanzmittel imDSM-Haushalt ist das Aktionsprogramm in der bisherigen Form allein durchzweckgebundene Spenden finanziert nicht mehr tragbar. Aufklärung undÖffentlichkeitsarbeit - Schwerpunkt des ersten Aktionszeitraums - werden ausdiesen finanziellen Gründen zurücktreten müssen. Das Augenmerk wird auf dieUmsetzung konkreter Projekte gelegt, die weiterhin mit Spenden unterstütztwerden können.

Spendenkonto: Empfänger Deutsche Seemannsmission e.V., Bank fürSozialwirtschaft (BFS), Konto: 4409400, BLZ: 25120510, Verwendungszweck:"Piraten Bedrohung auf See".

Weitere Informationen zur Piraterie finden Sie zukünftig auf http://www.seemannsmission.org/.

15.07.2010

Windjammertreffen Antwerpen mit Infostand der DSM

Die DSM Antwerpen war beteiligt in Kooperation mit den Antwerpener Partnern Mission to Seafarers, Sailors’ Society, Apostolatus Maris, Internationales Seemannshaus, Mediport und ITF.












Das Windjammertreffen in Antwerpen stand unter dem Zeichen "Long Tall Ship Race 2010" und fand vom 10.-13. Juli 2010 statt. Am Mittwoch 14. Juli vormittags wurde vor Zeebrügge/B der Startschuss für die Etappe nach Aalborg/DK gegeben. Insgesamt nahmen ca. 75 Segelschiffe an dieser Regatta teil, davon 25 Schiffe der A-Klasse (Schiffe über 50 m Länge).


Neben vielen Gesprächen und Kontakten mit Besatzungsmitgliedern der Segelschiffe und Besuchern der Windjammerparade (inges. 1 Mio. Besucher während des Wochenendes) wurde auch die Piraterie- Problematik angesprochen. Es konnten über 500 Unterschriften für eine, in der maritimen Welt international breit unterstützte, Petition gegen Piraterie gesammelt werden.

Foto 1: „Kruzenstern aus Russland“, Foto 2: im Vordergrund die "Alexander von Humboldt" (1906), dahinter das russische Schulschiff "MIR" mit 100 Kadetten an Bord, Foto 3: v.l.n.r. Konrad Gürtler, ADiA, mit Stationsleiter Diakon Jörg Pfautsch und Sven Köhler, ADiA, Foto 4: DSM Stand mit Unterstützer Peter Ibrahim. (Fotos DSM Antwerpen).

13.07.2010

DSM nimmt von ITF geförderte Fahrzeuge in Betrieb

Stationsleiter in Santos, Antwerpen, Mäntyluoto und Le Havre setzen neuen Kleinbus und zwei PKW erstmalig ein.

Von der Internationalen Transportarbeiter-Föderation (ITF) gefördert und der Deutschen Seemannsmission (DSM) angeschafft, konnten kürzlich auf drei Stationen neue Fahrzeuge ihren Dienst für Seeleute aufnehmen. Die Neuanschaffungen waren wegen der vielen gefahrenen Kilometer und wegen des hohen Verschleißes auf unebenen Hafengeländen notwendig geworden. Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter nutzen die Autos jetzt für Bordbesuche, Shuttle-Services vom Hafen in den Seemannsclub bzw. in das Seemannsheim und zurück oder für Einkaufstouren bzw. Ausflüge z.B. zu den Sportstätten.





















Ein besonderer Dank geht an die ITF und an alle Firmen sowie Freunde und Förderer der DSM, die solche dringenden Anschaffungen immer wieder möglich machen.

(Fotos 1-5 DSM Santos, Foto 6-8 DSM Antwerpen (Foto 6 v.l.n.r. Gerkschaftsvertreter der lokalen BTB, Mr. Marc Loridan und chairman Mr. Ivan Victor mit Stationsleiter Jörg Pfautsch und ITF Inspektor Joris de Hert), Foto 9 DSM Mäntyluoto/Maximilian Nicolai (v.l.n.r. im Bild zwei deutsche und drei philippinische Seefahrer), Foto 10 DSM Le Havre/Falk Ludwig.)

02.06.2010

Bundesverdienstkreuz an Präsident der Deutschen Seemannsmission verliehen

Prof. Dr. Gerhard Mehrtens, erhielt das Bundesverdienstkreuz am Bande für sein ehrenamtliches Engagement.

Die Auszeichnung wurde ihm von Hamburgs Sozialsenator Dietrich Wersich am Dienstag 1.6. im Turmzimmer des Hamburger Rathauses überreicht. Seit 17 Jahren setze sich Mehrtens als ehrenamtlicher Präsident DSM weltweit für eine nachhaltige Verbesserung der Fürsorge für Seeleute ein, sagte der Senator. So habe er beispielsweise an der Ausrichtung der "Maritime Labour Convention 2006" mitgewirkt, die die Standards der medizinischen Betreuung und die soziale Absicherung von Seeleuten verbessern soll.


Bischöfin Maria Jepsen (Sprengel Hamburg) beglückwünschte im Namen des Vorstandes der DSM den gebürtigen Delmenhorster zu dieser besonderen Ehrung. Im Beisein von Generalsekretärin, Pastorin Heike Proske und Geschäftsführer Heiner Radke zitierte sie aus der Tageslosung "seid mutig und stark", als Dank und Ansporn für seine weitere Arbeit. Mehrtens sagte in seinen Dankesworten, dass er diese Auszeichnung für alle ehrenamtlich Mitarbeitenden der Deutschen Seemannsmission in Empfang nehme.

Als Hauptgeschäftsführer bzw. Vorsitzender der Geschäftsführung der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) war der 66-Jährige lange Jahre hauptberuflich aktiv, bevor er 2009 pensioniert wurde. Bis heute ist er ehrenamtlicher Geschäftsführer des Berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhauses Hamburg (BUKH).

Fotos (Berufsgenossenschaftliches Unfallkrankenhaus Hamburg (BUKH)): Prof. Dr. Gerhard Mehrtens (links) und Senator Dietrich Wersich während der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande im Hamburger Rathaus am 1.6.2010.